Wirtschaft im Hansebelt
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DIHK-Digitalisierungsumfrage 2025

ZWISCHEN EFFIZIENZ UND BÜROKRATIE


„Die Digitalisierung in Deutschland verläuft zu langsam“: So kommentierte Volker Treier, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), die Ergebnisse der DIHK-Digitalisierungsumfrage 2025. „Wir lassen zu viele Möglichkeiten liegen, und es fehlen innovative Technologien.“ Die Erhebung, die auf Antworten von mehr als 5.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen basiert, macht deutlich: Die Digitalisierung wird von den Betrieben bislang weniger als Innovationsmotor gesehen, sondern hilft ihnen vielmehr im Tagesgeschäft. Als größte Herausforderungen für die digitale Transformation ihres Unternehmens sehen die Befragten Zeitmangel, zu hohe Komplexität und den finanziellen Aufwand. Außerdem werden Sicherheitsrisiken, der Mangel an IT-Fachkräften, fehlende Kompetenzen oder auch Unsicherheiten bei rechtlichen Vorgaben genannt. Vor allem belastet die Unternehmen der nach wie vor schleppende Netzausbau: Nur 73 Prozent der Befragten gaben an, dass die aktuelle Verfügbarkeit von schnellem Internet vor Ort ihrem Bedarf entspreche. Immerhin kommt künstliche Intelligenz zunehmend in der Breite der Wirtschaft an. 38 Prozent der Unternehmen nutzen sie bereits (Vorjahr 27 Prozent); weitere 32 Prozent planen ihren Einsatz innerhalb der nächsten drei Jahre.