NACHRUF
Die IHK zu Lübeck trauert
um Hagen Goldbeck
Die IHK zu Lübeck nimmt Abschied von Hagen Goldbeck. Der Präses der IHK zu Lübeck und Präsident der IHK Schleswig-Holstein war am 14. April 2025 in Lübeck verstorben.
„Wir sind unsagbar traurig und fassungslos. Die IHK und der Hansebelt verlieren einen überzeugten Ehrenamtler, der eine große Lücke hinterlässt.“ Mit diesen Worten würdigte Vicepräses Jochen Brüggen das Wirken Hagen Goldbecks für die regionale Wirtschaft. Trotz einer schweren Erkrankung hatte Goldbeck sein Amt bis zuletzt ausgeübt. Erst, als er gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage war, trat er zurück. „Hagen Goldbeck war ein vielseitig engagierter Unternehmer in unserer IHK. Als Präses suchte er den Dialog mit den IHK-Mitgliedern und der Politik“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning. „Er hörte zu und suchte Lösungen. In seiner engagierten Interessenvertretung setzte er sich in Land und Bund für die Belange des Mittelstands ein und war ein gefragter Ratgeber in politischen Entscheidungsprozessen“, so Schöning weiter. Zudem sei Goldbeck ein herausragender Netzwerker gewesen, der aufgrund seines großen Interesses für Menschen und Themen, aber vor allem auch mit großer Offenheit und Herzlichkeit Kontakte pflegte und neue knüpfte.
Neben der Förderung von Gründungen und Nachfolgen setzte sich Goldbeck für die Regionsbildung im Hansebelt sowie die Kooperation mit Dänemark ein. Über die Region hinaus warb Goldbeck in Gesprächen mit Diplomaten für den Standort. Von dessen Zukunft war er überzeugt, die Impulse aus dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels wollte er für die Region nutzen. Auch beim Ausbruch des Ukrainekrieges bewies er sein feines Gespür für Entwicklungen und baute die Kontakte zur Bundeswehr aus. Mit seinem Unternehmen hat er sich zudem für Kunst und Kultur engagiert. Daher erhielt neue impulse als erstes Unternehmen 2011 den Hansebelt Wirtschaft und Kultur Preis. „Sein positives Denken, seine Ausgeglichenheit und Gelassenheit, seine Fröhlichkeit, sein Lachen und sein Humor werden uns sehr fehlen“, so Schöning.