Luisa ist Auszubildende zur Zerspanungsmechanikerin im dritten Lehrjahr. Sie organisiert bei Mankenberg unter anderem den Girls’ Day und gibt Schülerinnen praktische Einblicke in die Arbeit mit Metall und Maschinen. Ina absolviert eine Ausbildung zur Industriemechanikerin, ist ebenfalls im dritten Lehrjahr und engagiert sich zusätzlich als Azubi-Botschafterin der IHK. Gemeinsam repräsentieren die beiden eine neue Generation von Fachkräften – und Vorbildern. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal in der Metallverarbeitung lande“, erzählt Ina. Nach dem Abitur wollte sie ursprünglich studieren, doch ein Praktikum im technischen Bereich änderte alles. „Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich gesagt habe: ‚Das möchte ich beruflich machen.‘“ Kurz darauf startete sie ihre Ausbildung bei der Mankenberg GmbH – und fühlt sich bis heute am richtigen Platz.

„Hier zählt Leistung, nicht Geschlecht“

Ihr Ausbilder Gökhan Filiz bestätigt das: „Ina hat von Anfang an gezeigt, dass sie für den Beruf brennt. Sie bringt tolle Ideen ein, vertritt das Unternehmen auf Messen und in Schulen und begeistert andere Jugendliche für eine Ausbildung.“ Dass Frauen in technischen Berufen oft mit Vorurteilen zu kämpfen haben, spürt Ina durchaus – aber nicht im Alltag bei der Mankenberg GmbH. „Hier zählt Leistung, nicht das Geschlecht. Ich habe noch nie das Gefühl gehabt, nicht ernst genommen zu werden.“ Auch ihr Ausbilder betont: „Wir machen keine Unterschiede. Wer Interesse und Einsatz mitbringt, passt hierher – egal ob Frau oder Mann.“

Ein wichtiger Teil der Nachwuchsarbeit ist der Girls’ Day, den Luisa organisiert. Sie weiß, wie wichtig praktische Erfahrungen sind: „Viele Mädchen können sich unter einem technischen Beruf wenig vorstellen. Wenn sie aber selbst an die Maschinen dürfen, blühen die meisten auf und haben Spaß dabei.“ Damit trägt sie aktiv dazu bei, junge Frauen für Ausbildungswege jenseits klassischer Rollenbilder zu öffnen.

„Viele Mädchen können sich unter einem technischen Beruf wenig vorstellen. Wenn sie aber selbst an die Maschinen dürfen, blühen die meisten auf und haben Spaß dabei.“

– Luisa, Auszubildende bei Mankenberg

Ina erlebt ihre Rolle als Azubi-Botschafterin als große Bereicherung. In Schulen berichtet sie von ihrem Alltag, räumt mit Klischees auf und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen – auch wenn er nicht geradlinig verläuft. „Viele denken, mit Abitur muss man studieren. Aber das stimmt nicht. Eine Ausbildung kann genauso erfüllend und zukunftssicher sein.“

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Ihre Botschaft an junge Menschen ist klar: „Man kann sich Erfahrung nicht anlesen – man muss sie machen. Probiert euch aus, macht Praktika, fangt etwas an. Die Geschichte von Luisa und Ina zeigt: Frauen gehören genauso in technische Berufe wie Männer. Und Unternehmen wie die Mankenberg GmbH beweisen, dass ein bewusster Blick über Geschlechterklischees hinaus nicht nur die Vielfalt stärkt, sondern auch die Fachkräfte von morgen sichert.  

Autorin: Berit Crawford, freie Journalistin