Foto oben: der Lübecker Hafen; Foto unten: Die IHK-Vertreter und Wirtschafts- und Verkehrsminister bei ihrem Treffen in Büsum.
Fotos: LHG, IHK Nord
Infrastruktur: „Büsumer Liste“
IHK fordert Stärkung des Lübecker Hafens
Mit der „Büsumer Liste“ stellen die fünf norddeutschen Wirtschafts-und Verkehrsminister grundsätzlich die Weichen für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Norden und senden einen Auftrag an den Bund, diese schnellstmöglich zu realisieren.
Umso mehr vermisst die Wirtschaft im Hansebelt ein klares Bekenntnis zur Stärkung des Ostseehafens in Lübeck und seiner Anbindungen an das Straßen- und Schienennetz sowie vor allem das europäische Binnenwasserstraßennetz. „Zu Recht steht in der Präambel der ,Büsumer Liste‘, dass die Hinterlandanbindung der Seehäfen die tragende Säule der nationalen Hafenstrategie ist. Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit und Resilienz sind die Häfen der entscheidende Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Deshalb ist es richtig, dass die norddeutschen Länder mehr Geld vom Bund für den Ausbau und den Erhalt der Infrastruktur in den deutschen Häfen fordern“, sagt Thomas Buhck, Präses der IHK zu Lübeck. „Aber leider fehlt der Ausbau des Elbe- Lübeck-Kanals auf der Liste. Das ist für uns völlig unverständlich.“
Elbe-Lübeck-Kanal sichert trimodale Anbindung des Lübecker Hafens
Die Wirtschafts- und Verkehrsminister hatten im November in Büsum die fast 20 Jahre alte „Ahrensburger Liste“ durch die Aufnahme neuer wichtiger Verkehrsprojekte fortgeschrieben. „Das ist konsequent, denn Norddeutschland kommt eine Schlüsselrolle bei der Versorgung des Landes und beim Anschluss der deutschen Wirtschaft an die Weltmärkte zu. Die geopolitischen Veränderungen und die aktuelle Bedrohungslage erfordern zusätzlich eine umfassende Aufwertung der Häfen“, so Buhck.
Der Elbe-Lübeck-Kanal sichere die trimodale Anbindung des Lübecker Hafens und sorge so für die Resilienz der Hinterlandanbindung. Zudem sei es erforderlich, den Hafen noch enger an ein leistungsfähiges und gut ausgebautes Straßen- und Schienennetz anzubinden. Im Zusammenhang mit der Realisierung der festen Querung über den Fehmarnbelt sei ein Ausbau der B 404 zur A 21 mit östlicher Elbquerung in Ergänzung zum überfälligen Weiterbau der A 20 wichtig, so Buhck.