SportsponsoringInnovativer Hansebelt

Mit Sportsponsoring die eigene Marke stärken

Spitzensport lebt von Leidenschaft und Ehrgeiz der Athletinnen und Athleten. Aber ohne die richtigen Rahmenbedingungen gelingt der Weg nach oben häufig nicht. Denn viele Spitzensportler haben im intensiven Trainingsalltag keine ausreichenden Verdienstmöglichkeiten. Für Unternehmen bietet das Sponsoring die Möglichkeit, die eigene Marke in einem authentischen Umfeld zu platzieren und durch eine emotionale Bindung bei Kunden länger im Gedächtnis zu bleiben. Eine Win-win-Situation für beide Seiten. Viele Unternehmen fördern regionale Fußball- und Handballvereine, aber auch andere Sportarten bieten gute Möglichkeiten für ein gezieltes Sponsoring.

„Sportsponsoring ist für uns mehr als reine Markenkommunikation. Wir möchten Menschen unterstützen, die einen Traum haben und mit Leidenschaft dafür arbeiten, ihn zu verwirklichen“, sagt Cornelia Meyer, Geschäftsführerin der Max Meyer & Max Horn GmbH in Kaltenkirchen. 2025 hat die traditionsreiche Kaffeerösterei eine Partnerschaft mit der bekannten Beachvolleyballerin Louisa Lippmann gegründet – zunächst mit Linda Bock als Teampartnerin, inzwischen mit Melanie Paul. Die Sportlerinnen treten als Markenbotschafterinnen der Kaffeemarke Hagenbeck Kaffee auf. „Mit unserem Engagement bieten wir – neben weiteren Partnern – ihnen einen Teil ihrer finanziellen Absicherung, sodass sich die Athletinnen auf ihren Sport und ihren Beruf konzentrieren und ihren Traum vom professionellen Beachvolleyball leben können“, so Meyer weiter.

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Sportsponsoring ist für uns mehr als reine Markenkommunikation. Wir möchten Menschen unterstützen, die einen Traum haben und mit Leidenschaft dafür arbeiten, ihn zu verwirklichen.

Cornelia Meyer
Geschäftsführerin der Max Meyer & Max Horn GmbH

Gemeinsamer Weg zum Erfolg: Hagenbeck Kaffee und Beachvolleyballerin Louisa Lippmann

Mit dem Sponsoring will die Kaffeerösterei eine Partnerschaft aufbauen, die authentisch ist und von der beide Seiten profitieren. Die Beachvolleyballerinnen würden für Leistung, Leidenschaft und den Willen stehen, sich immer weiterzuentwickeln. „Gleichzeitig sind sie glaubwürdig und nahbar – Eigenschaften, die auch für unsere Marke wichtig sind. Gerade Louisa Lippmann ist für uns eine starke Persönlichkeit, die auf unterschiedlichen Ebenen überzeugt: als Spitzensportlerin, als junge Unternehmerin und als engagierte Persönlichkeit. Diese Kombination finden wir spannend, weil sie viele Parallelen zu unserem unternehmerischen Denken aufweist“, erklärt Cornelia Meyer.

Durch die Partnerschaft werde die Marke Hagenbeck Kaffee mit dem prägnanten Tiger auf der Verpackung sichtbar – beispielsweise auf der Kleidung, über Accessoires und in gemeinsamen Content- und Social-Media-Aktivitäten. „Die Sportlerinnen geben unserer Marke ein Gesicht und schaffen Sichtbarkeit in einer Zielgruppe, die sehr gut zu unserem Markenverständnis passt“, sagt Meyer und ergänzt: „Beachvolleyball ist sehr positiv besetzt. Viele Menschen nehmen es als sportliches Erlebnis und als Ausdruck eines aktiven Lebensgefühls wahr. Dadurch können wir unsere Marke in einem Umfeld präsentieren, das für Energie, Genuss, Gemeinschaft und Lebensfreude steht.“

Hagenbeck Kaffee Bar in einem Wagen mit Beachflags und Liegestühlen auf einem Turniergelände
Louisa Lippmann schenkt lachend an der Hagenbeck Kaffee Bar aus, davor wartende Gäste

Sichtbares Sportsponsoring: Die Beachvolleyballerin Louisa Lippmann gibt an der Hagenbeck Kaffee Bar ausgewählte Kaffeespezialitäten aus. Fotos: Jona Kemper

Seit 2026 ist Hagenbeck Kaffee außerdem offizieller Supplier der German Beach Tour – der ranghöchsten Turnierserie des Deutschen Volleyball-Verbandes im Beachvolleyball. Mit einer Kaffeebar war die Traditionsrösterei bei allen Tourstationen sowie bei den Deutschen Meisterschaften in Dortmund präsent. „Neben Kaffeespezialitäten und Mitmach-Aktionen hatten Gäste des Turniers die Möglichkeit, die Spielerinnen an der Hagenbeck Kaffee Bar persönlich zu treffen. So konnten wir direkt mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommen, unseren Kaffee ausschenken, Gespräche führen und die Marke mit allen Sinnen erlebbar machen“, berichtet Cornelia Meyer. Die nächste gemeinsame Station ist bereits anvisiert: Die erfolgreiche Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028.

Road to LA: Sparkasse Holstein fördert junge Leichtathletinnen

Den Weg zu einem großen, internationalen Turnier unterstützt auch die Sparkasse Holstein. Sie fördert das TopTeam der TSG Bergedorf mit Diskuswerfer Mika Sosna sowie den beiden Weitspringern Libby Buder und Simon Plitzko. Die Partnerschaft steht unter dem Titel „Road to LA“, denn die Leichtathletinnen wollen bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles für Deutschland antreten. Die langfristig angelegte Partnerschaft soll die Rahmenbedingungen schaffen, damit sie ihr volles Potenzial entfalten können.

„Von der Sparkasse bekommen die Sportlerinnen und Sportler die bestmögliche Unterstützung – nicht nur finanziell, sondern mit gelebter Förderung, regionaler Verbundenheit und echter Begeisterung für den Sport. Und sie geben viel zurück: Wertschätzung, Partnerschaft und Reichweite in ihren eigenen Netzwerken. Als Markenbotschafter tragen sie unser Sparkasse-Holstein-Logo mit Stolz auf der Brust“, sagt Thomas Piehl, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein. Daneben fördert die Sparkasse noch Athletinnen und Athleten im Para-Sport bei der Ruder-Gesellschaft HANSA sowie den Handball-Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau.

Für die Sparkasse Holstein sei die Förderung des Sports aufgrund seiner Breitenwirksamkeit von besonderer strategischer Relevanz. „Wir verstehen Bewegung als einen gesellschaftlichen Motor – für Gesundheit, Bildung, Integration, Teilhabe und Zusammenhalt. Sport ist Ausdruck von Leistung, Fairness, Respekt, Freude – Werte, die unsere Gesellschaft dringend braucht und damit in alle Lebensbereiche unserer Region hineinwirkt“, sagt Thomas Piehl. „Mit der systematischen Förderung und dem gezielten Engagement vom Breitensport bis Olympia verankern wir diese Haltung und leisten unseren gesellschaftlichen Beitrag.“

Eine Leichtathletin, die von der Sparkasse Holstein gefördert wird, ist Libby Buder. Die 22-jährige Weitspringerin ist unter anderem Deutsche Vizemeisterin 2024 und trainiert bis zu sechsmal in der Woche. Das Ziel: Eine Teilnahme bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2027 und ein Jahr später bei den Olympischen Spielen 2028. Für die Sportsoldatin sei das Sponsoring essenziell, um sich auf das Training zu konzentrieren. Denn zu den laufenden Kosten im Spitzensport zählen außer der Trainingsausrüstung Ausgaben rund um Trainingslager, Auslandsaufenthalte und Meetings. Kosten, die sich laut Buder schnell summieren. „Das Sponsoring entlastet mich und gibt mir die Sicherheit, langfristige Ziele verfolgen zu können. Dafür bin ich der Sparkasse Holstein sehr dankbar“, so die 22-Jährige.

Auch Vertrauen und Wertschätzung seien für die Athletin von großer Bedeutung. „In diesem Jahr konnte ich wegen einer Verletzung keine großen Wettkämpfe bestreiten. Die Sparkasse Holstein steht trotzdem an meiner Seite und gibt mir Rückhalt. Das ist sehr wichtig. Es ist wichtig, dass ich mich mit meinem Sponsor auf einer Ebene bewege, mich mit ihm austauschen kann – nur so können wir gemeinsam wachsen“, sagt Buder.

Libby Buder sitzt auf der Laufbahn vor einem Banner mit der Aufschrift #RoadToLA

Die Weitspringerin Libby Buder gehört zum Leichtathletik-TopTeam des TSG Bergedorf, das von der Sparkasse Holstein gesponsert wird. Foto: IHK/Tietjen

Weitspringerin im Anlauf auf der Bahn in einer Leichtathletikhalle
Weitspringerin im türkisfarbenen Shirt landet in der Sandgrube einer Leichtathletikhalle, der Sand spritzt hoch
Leichtathletin im türkisfarbenen Shirt steht lächelnd in der Halle, im Vordergrund eine Teamkollegin

Stiftung für jungen Spitzensport in Lübeck

Eine andere Möglichkeit, junge Sportlerinnen und Nachwuchstalente zu unterstützen, bieten Sportstiftungen wie die Gregor Wintersteller Sportstiftung in Lübeck. Sie fördert seit 1987 den Spitzensport in der Hansestadt. Ganz gleich, ob einzelne Athleten oder überregionale Veranstaltungen. Die Stiftung wurde von dem erfolgreichen Lübecker Unternehmer Gregor Wintersteller ins Leben gerufen, der heute Ehrenmitglied und Namensgeber der Stiftung ist. „Besonders am Herzen liegt uns die Förderung von Athletinnen und Athleten, die mit ihren Leistungen bereits heute oder zukünftig Lübecker Sportvereine national und international vertreten“, sagt Jana Kürbis vom ehrenamtlichen Stiftungsvorstand.

Gruppenfoto des Team Lübeck in blauen Jacken auf einer Bühne vor leeren Zuschauerrängen

Das Team Lübeck 2026 der Gregor-Wintersteller-Sportstiftung. Foto: Christian Schaffrath

Das Leuchtturmprojekt der Stiftung ist das „Team Lübeck“ – ein Förderkader von aktuell 25 Spitzensportlern und Talenten aus zwölf Vereinen und Sportarten, die die Stiftung mit Partnern in einem A- und Perspektivkader monatlich sowie zu bedeutenden Wettkämpfen finanziell unterstützt. Darunter zum Beispiel der Segler Kjell Haschen (Vize-Junioren-Weltmeister 2026), die Schwimmerin Viktoria Hoffmann (Platz 9 bei der Junioren-EM 2026), Beachvolleyballer Tilo Rietschel (historische Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften) und die Ruderin Greta Amort (Platz 4 bei der U19-WM im Doppelvierer). Auch weil der Kader stetig wachse, ist die Gregor Wintersteller Sportstiftung laut Kürbis auf Förderer und Spenden angewiesen.

Unternehmen, die junge Talente langfristig unterstützen möchten, können neben Spenden auch steuerlich absetzbare Partnerschaften abschließen. „In unserem für die Region einzigartigen Projekt unterstützen wir ausschließlich Amateure in überwiegend Einzelsportarten, für die bereits kleinere Beträge große Wirkung zeigen. Wir ermöglichen so Sportlerinnen und Sportlern, dass sie weiterhin für ihren Heimatverein starten. Sie sind Botschafter für die Region und haben eine große Vorbildwirkung, insbesondere für Kinder und Jugendliche“, so Jana Kürbis.

Autor: Benjamin Tietjen · IHK-Redaktion Lübeck · redaktion@luebeck.ihk.de

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Ausgabe Oktober / November 2026

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